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    ZIMT zieht Bilanz

    Projektabschluss im Rahmen der Berufsbildungstagung des Bundesverbandes Tischler Schreiner Deutschland im Oktober 2019 in Hamburg

    Die Schlagworte „Digitalisierung“ und „Fachkräftemangel“ sind vielfach strapaziert – doch sie zeigen immer wieder auf, dass sich die Arbeitswelt im Wandel befindet. Ein wichtiges und effizientes Mittel, sich auf diesen Wandel einzustellen, ist die Weiterbildung von Mitarbeitern. Diesem Thema hat sich in den vergangenen zwei Jahren das Projekt Zukunfts-Initiative modernes Tischlerhandwerk (ZIMT) gewidmet, das im Rahmen der ESF-Sozialpartnerrichtlinie „Fachkräfte sichern: weiter bilden und Gleichstellung fördern“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert wurde. Zum Abschluss zogen die Projektbeteiligten Ende Oktober in Hamburg im Rahmen der Berufsbildungstagung auf Bundesebene Bilanz.

    „Der klassische Dreiklang aus Azubi – Geselle – Meister wird in Zukunft nicht mehr ausreichen“, sagt Thomas Radermacher, Präsident des Bundesverbandes Tischler Schreiner Deutschland. „Wir müssen hier Zwischenstufen einbauen, um junge und ehrgeizige Mitarbeiter zu motivieren und ihnen zusätzliche Perspektiven zu bieten.“ Mit den Weiterbildungen in den Bereichen Werkstattleitung, Arbeitsvorbereitung (AV) und Montage wurden im Rahmen von ZIMT drei Ansätze konzipiert, die die entscheidenden Bereiche und Schnittstellen in einer Tischlerei abdecken. In Hamburg und Schleswig-Holstein sowie in Nordrhein-Westfalen fanden die Lehrgänge im Rahmen von ZIMT großen Zuspruch. Die Teilnehmer – so die Rückmeldungen – lobten vor allem den Nutzen für den betrieblichen Alltag.

    Zwei modulare Fortbildungen
    Nach dem Ende des Projektes gilt es nun, die Erkenntnisse aus ZIMT weiterzutragen. In NRW stehen mit den zwei modularen Fortbildungen „Arbeitsvorbereitung – Geprüfter Projektbetreuer/Geprüfte Projektbetreuerin“ und „Geprüfte Montagefachkraft“ zwei Seminarreihen auf dem Programm, die auf den Ergebnissen des Projektes ZIMT beruhen. In Hamburg und Schleswig-Holstein sind für 2020 auch ein Lehrgang AV-Projektbetreuer und ein Lehrgang Montagefachkraft geplant. In Baden-Württemberg und Sachsen beispielsweise werden im nächsten Jahr jeweils erstmals eine Weiterbildung zum/zur „Geprüften Werkstattleiter/Geprüften Werkstattleiterin“ angeboten. Insgesamt wird derzeit eine bundesweite Fortführung der Weiterbildungskonzepte geprüft.

    Neben den mehrtägigen Fortbildungen in den Bereichen AV, Werkstatt und Montage wurden im Rahmen von ZIMT auch ein- oder halbtägige Schulungen vor Ort in den Innungen durchgeführt – u.a. Schulungen zum Azubi-Coach, zum Ersthelfer und im Bereich Oberfläche. Dabei, so haben die Veranstaltungen gezeigt, ist es entscheidend, dass die Innung aktiv in die Planung der Veranstaltung eingebunden ist und diese auch vorantreibt. Innungen, die zukünftig solche Schulungen vor Ort für ihre Mitglieder anbieten möchten, finden wichtige Tipps und Hilfestellungen in einem Leitfaden, der im Rahmen des Projektes entstanden ist.


    Mitarbeiter, Betriebe, Innungen und Verbände: Vier Abschlusspublikationen fassen die Ergebnisse und Erkenntnisse des Projektes ZIMT zusammen

    Präsentation von Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung, zur Abschlussveranstaltung des ZIMT-Projektes



     

     

    03.12.2019 15:15 Alter: 5 Tage