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    Lebhafte Diskussion über Weiterbildung der Zukunft

    Podiumsdiskussion zur Zukunfts-Initiative modernes Tischlerhandwerk im Rahmen der Messe Ligna in Hannover

    Rund 35 Besucher der Ligna in Hannover nutzten die Gelegenheit, um sich über die „Zukunfts-Initiative modernes Tischlerhandwerk“ (ZIMT) zu informieren sowie über den künftigen Qualifizierungsbedarf im Tischlerhandwerk auszutauschen.

    Im Mittelpunkt des Treffens stand eine Podiumsdiskussion, in der alle Beteiligten – von der IG Metall über namhafte Zulieferer bis hin zu Unternehmern und Verbänden – die Bedeutung einer intensivierten Weiterbildung für die wirtschaftliche Zukunft des Tischlerhandwerks betonten:  Demografischer Wandel und eine veränderte Altersstruktur der Mitarbeiter verlangen danach, dass Mitarbeiter länger im Beruf verweilen. In den kommenden zehn Jahren werden beispielsweise in NRW allein 7.000 bis 8.000 Mitarbeiter altersbedingt  ausscheiden.

    Karriereleiter im Tischlerhandwerk
    Schon heute sehen rund 60 Prozent der Betriebe Schwierigkeiten in der Rekrutierung neuer Mitarbeiter. Diese Tendenz wird zunehmen. Die sich dadurch ergebende Facharbeiter-Lücke kann durch Weiterbildung zumindest teilweise geschlossen werden. In diesem Zusammenhang erinnerte Friedhelm Ahrens (IG Metall) an die ersten Schritte in den 90er Jahren zum Aufbau einer Karriereleiter im Tischlerhandwerk. Dieser Weg sei nach wie vor prinzipiell richtig, müsse aber auf die aktuellen Bedürfnisse angepasst werden. Als besonders wichtige Triebfeder für Fort- und Weiterbildung stellte Dirk Böckstiegel (PaletteCAD) die fortschreitende Digitalisierung heraus, die auch im Tischlerhandwerk alle Unternehmensfunktionen umfassen kann –von der Kundenansprache über Planung und Arbeitsvorbereitung bis zur Fertigungssteuerung.

    Eigenverantwortung der Mitarbeiter
    Heino Fischer (Landesinnungsmeister Tischler Nord) unterstrich – neben der Verantwortung der Betriebe – auch die Eigenverantwortung der Mitarbeiter für die Weiterbildung: Er erwarte  von seinen Mitarbeitern, dass sie sich technisch und technologisch auf den neuesten Stand bringen. Nach Ansicht von Dieter Roxlau (Tischler NRW) ist das gewerkschaftliche Ideal der kompletten (zeitlichen und finanziellen) Freistellung des Arbeitnehmers für die Weiterbildung  obsolet: Erfolgreiche und akzeptierte Weiterbildung lebt nach seiner Auffassung  vom beiderseitigen Geben – seitens Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Diese These wurde erwartungsgemäß von den anwesenden Gewerkschaftsmitgliedern nicht geteilt.

    Einleitend hatte Helmut Haybach (Technologie-Zentrum Holzwirtschaft) die Ergebnisse der Online-Befragung vorgestellt, an der sich immerhin gut 500 Betriebe aus den beiden Verbänden NRW und Hamburg/Schleswig-Holstein beteiligt hatten.

    28.06.2017 10:49 Alter: 1 Jahre